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Klassik - Herbert von Karajan
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Herbert von Karajan wurde am 5. April 1908 in Salzburg
geboren. Er erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von
 vier Jahren und gab bereits ein Jahr später seinen ersten
 öffentlichen Auftritt bei einem Wohltätigkeitskonzert. Von
1916 bis 1926 studierte Karajan am Salzburger Mozarteum
 bei Franz Ledwinka, Franz Sauer und bei Bernhard
  Paumgartner, der ihn zur Dirigentenlaufbahn ermutigte.
 Karajan beendete 1929 seine Studien an der Wiener
 Musikhochschule. 

 Am 22. Januar 1929 gab Karajan sein Debüt als Dirigent.
 1933 nahm er zum ersten Mal bei den Salzburger Festspielen
 teil und dirigierte im folgenden Jahr die Wiener
 Philharmoniker. 1938 begann seine lange Zusammenarbeit
 mit den Berliner Philharmonikern, die 1956 in seiner
 Ernennung zum Chefdirigenten auf Lebenszeit gipfelte. 

 Von 1957 bis 1964 hatte Karajan die künstlerische Leitung der
 Wiener Staatsoper, und von 1956 bis 1960 die der Salzburger
 Festspiele. Karajan bewirkte eine wichtige Kollaboration
 zwischen der Wiener Staatsoper und der Mailänder Scala, wo
 er regelmäßig seit seinem Debüt 1948 dirigierte. 

 Im August 1964 wurde Karajan ein Amt im
 Direktorenausschuß der Salzburger Festspiele verliehen. 1967
 gründete Karajan die beliebten Salzburger Osterfestspiele, die
 einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere bildeten. 

Karajans zahlreiche und hervorragenden Einspielungen mit
den Berliner Philharmonikern machten ihn zum internationalen
Star. Mit den Jahren setzten seine Aufnahmen beständig
 neue musikalische und technologischen Maßstäbe an denen
 andere Interpretationen bemessen wurden. Neben vielen
Auszeichnungen erhielt Karajan mit den Berliner
Philharmonikern 1981 zweimal den Grammophon Preis:
Mahlers Neunte Sinfonie als “Beste Orchestereinspielung” und
der Parsifal als “Schallplatte des Jahres”. 

Karajan hat mit den Berliner Philharmonikern regelmäßig und
mit größtem Erfolg die ganze Welt bereist. Gefolgt von einer
Konzertreise durch die Vereinigten Staaten von Amerika, gab
das Orchester 1955 unter Karajans Leitung sein Debüt in New
York. Diese Tournee wurde im darauffolgenden Jahr sowie in
kommenden Jahren wiederholt, und zwischen 1955 und 1982
gab Karajan mit den Berliner Philharmonikern insgesamt 105
Konzerte in Amerika. Weitere bedeutende internationale
Tourneen beinhalten die 11 Besuche in Japan, von denen
einer sie auch nach Korea führte (1984) sowie die ersten
Konzerte in China (1978). Außerdem übertrug das deutsche
Fernsehen von 1983 bis 1986 Liveaufzeichnungen der Berliner
Philharmoniker und erreichte somit ein breiteres Publikum,
über die üblichen Konzertbesucher hinaus. 
In hunderten von Konzerten und Aufzeichnungen, die einen
wichtigen Bestandteil von Karajans Erbe bilden, erfreute sich
 Karajan seit Beginn seiner Karriere einer ausgezeichneten
Zusammenarbeit mit den Wiener Philharmonikern. 1959 ging
er mit den Wiener Philharmonikern auf Welttournee und gab
 unter anderem 10 Konzerte in den Vereinigten Staaten. 

Seine internationale Konzertreise mit den Wiener
Philharmonikern 1989, die auch drei denkwürdige
Aufführungen in New York beinhaltete, sollte Karajans letzte werden. 

Karajan bereiste Amerika ebenfalls mit dem Philharmonia Orchestra London. 

Während einer Tournee durch die Vereinigten Staaten im
 Herbst 1955 gaben sie insgesamt 24 Konzerte. 

 Seine ganze Karriere hindurch trat Karajan für den Gebrauch
 visueller Medien und neuer Audiotechnologien zur Steigerung
der musikalischen Ausdruckskraft ein. Bereits 1965 begann er
 zusammen mit dem französischen Filmregisseur
 Henri-Georges Clouzot mit der Verfilmung von Konzerten und
Opern. Ständig interessiert an einer Steigerung der
Hörerfahrung, experimentierte Karajan mit technologischen
 Innovationen. Im Januar 1980 machte Karajan zum Beispiel
mit Mozarts Zauberflöte seine erste digitale Aufnahme. Bei
den Salzburger Osterfestspielen beteiligte er sich mit
 Polygram, Philips und Sony an der Einführung des “Compact
 Disc Digital Audio Systems” in die Musikwelt. Um sein
vollständiges Repertoire auf video-disc aufzunehmen gründete
 Karajan 1982 “Telemondial S.A.M.”, ein neues visuelles
 Medium, das ihm völlige schöpferische Kontrolle über Bild und
Klang ermöglichte. 1984 wurde ihm von Hör Zu für seine
Verdienste in der Anwendung der Stereotechnik im Fernsehen
und für sein Engagement in der Einführung des Digi talklanges
der Eduard-Rhein-Ring verliehen. 

 Karajan hat zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen
erhalten, unter anderem die “Médaille de Vermeil” in Paris, die
Goldmedaille der Royal Philharmonic Society in London (die
 ebenfalls Artur Toscanini, Sir Thomas Beecham, und Bruno
Walter verliehen wurde), der “Olympia Award” der Onassis
Foundation in Athen und der Internationale Musikpreis der
UNESCO. 

Herbert von Karajan starb in Salzburg am 16. Juli 1989. 

Übersetzung: Marceline Saïbou 

 (Ausschnitt aus dem Sony Classical Katalog)


 
 
 


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